„Ladies and gentlemen, boarding will be slightly delayed since we experience a minor technical problem with our aircraft. Our technician McGuyver is already on the way…“

Heute war’s ziemlich windig. Das ist natürlich untertrieben, denn es hat gestürmt wie d’Sau: Die Wetterkarten hatten als Farbe deep-purple im Angebot, das entsprach so guten 25 m/s, oder auch (für unsere Luftfahrer) ca. 50 Knoten oder eben 10 Beaufort, „schwerer Sturm“ in der offiziellen Bezeichnung.

 

Was also tun? Nach Osten zur Gletscher-Lagune war immer noch die Ringstraße gesperrt, also auf zum Reynisfjara-Strand, nur 10 min Fahrt zu einem der gefährlichsten Strände Islands bei dem die überraschenden Ober-Wellen auch schon für Tote gesorgt haben. Aber heute keine Gefahr, denn der Wind war so stark, dass die brechenden Wellen sofort rückwärts zerstäubt wurden. Dafür hatten wir ein 1A-Lava-Sand-Peeling am ganzen Körper aus allen Richtungen, der Strand liegt im Lee eines mächtigen Felsens.

Dann weiter zum Wrack einer 1973 notgelandeten DC-3 am Strand im Süden Islands. Das Problem mittlerweile: 4 km Fußmarsch weil die Straße dahin gesperrt wurde, was auch gut ist, denn sonst würden dort zuviele Idioten alles ruinieren. 40 Minuten hin, 15° Schräglage links gegen den Seitenwind mit leichter Rückenwindkomponente, dann 1 Stunde amWrack mit vielen Idioten und leicht gekleideten Leuten und dann wieder 40 Minuten zurück – 15° Schräglage nach rechts vorn – anstrengend…

2 Jacken, dicker Pulli, 2 Mützen, Kaputze, Schal, fette Handschuhe – hat sich gelohnt, das alles einzupacken. Trotzdem waren wir durchgefroren, haben noch den ein oder anderen Spot fotografiert und sitzen nun in Selfoss. Hier ist unser Gästehaus mit angeschlossenem Thailänder. der Bauch ist voll und nun geht’s an die Speicherkarte. Morgen dann für Euch die Galerie hier unter diesem Beitrag.

Was morgen, Freitag auf dem Programm steht, das wissen wir noch nicht.

Und hier ein paar Bilder:

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2017-05-12T02:06:38+00:00

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